Richard Dubugnon - Kontrabass & Komposition

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Firenze

 

 

 

RICHARD DUBUGNON wurde 1968 in Lausanne in der Schweiz geboren. Seine musische Laufbahn begann im Alter von 20 Jahren nach seinem Geschichtsstudium in Montpellier: 1992 wurde er am Conservatoire Paris aufgenommen und erhielt während seines Studiums Auszeichnungen in den Bereichen Kontrabass, Kontrapunkt und Fuge. Anschließend absolvierte Dubugnon ein Studium der Komposition an der Royal Academy of Music in London und schloss dieses 1997 mit einem DipRAM und einem Mmus ab, ehe er dann 1998 zum Fellow in Komposition ernannt wurde. Nach seiner Rückkehr nach Frankreich im Jahr 2002 erhielt Dubugnon den Pierre Cardin Prize der Académie des Beaux Arts in Paris. Im Jahr 2015 wurde er außerdem mit dem Grand Prix SACEM ausgezeichnet.

Dubugnons Musik besitzt laut der New York Times eine „verspielte, moderne Empfindsamkeit“. Aufgeführt wurden seine Werke unter anderem von Janine Jansen, die im Dezember 2008 zusammen mit dem Orchestre de Paris unter Leitung von Esa-Pekka Salonen die Premiere von Dubugnons Violinenkonzert zum Besten gab. Kurz zuvor war sie bereits mit seinem Klavierquartett in der Berliner Philharmonie zu sehen. Außerdem hat Jansen drei von Dubugnon komponierte Stücke auf ihrer CD Beau Soir eingespielt, die im September 2010 sofort Goldstatus in den Niederlanden erreichte.

Im Januar 2017 veröffentlichte Naxos eine Auswahl der Arcanes Symphoniques, „Tarotkarten für ein Orchester“, eines der weltweit erfolgreichsten Werke von Dubugnon. Laut dem britischen „Guardian“ ist „die Freude des Orchesters an den eindrucksvollen klanglichen Möglichkeiten durchgehend unüberhörbar“.

2011 wurde das Battlefield Concerto für zwei Klaviere und Orchester in der Los Angeles Philharmonic mit Semyon Bychkov und Katia und Marielle Labèque in der Walt Disney Hall uraufgeführt. Anschließend wurde es vom Orchestre de Paris (Paavo Järvi), vom BBC Symphony Orchestra während der London Proms 2012 sowie im Jahr 2013 vom Orchestre de la Suisse Romande, dem Leipziger Gewandhausorchester und dem NHK Symphony Orchester in Tokio zum Besten gegeben. Das Klanggedicht Helvetia – Vol Alpin, eine Auftragsarbeit anlässlich des 20. Jahrestags des Verbier Festival, wurde 2013 vom Verbier Festival Orchestra unter der Leitung von Kent Nagano aufgeführt. Das Konzert Klavieriana für Klavier, Orchester und „Celeste Obbligato‟ wurde 2016 mit dem Pianisten Noriko Ogawa unter der Leitung von Fabien Gabel im Londoner Barbican Centre uraufgeführt.

In der Saison 2016/17 war Dubugnon residierender Komponist beim Winterthur Musikkollegium (Thomas Zehtmaier). Zu den weiteren Künstlern, die regelmäßig Werke von Dubugnon aufführen, zählen die Dirigenten Alain Altinoglu, Lionel Bringuier, Stéphane Denève, Leon Fleisher, Mikko Franck, Fabien Gabel, Laurent Petitgirard und Debora Waldman sowie die Solisten Renaud und Gauthier Capuçon, Xavier de Maistre, Itamar Golan, Julian Rachlin Max Rysanov, Louis Schwizgebel und Jean-Yves Thibaudet.

Laut Dubugnon spiegeln seine Kompositionen Phasen seines Lebens wider, somit sieht er jedes Stück als „Variation eines Themas“ aus einem bestimmten Lebensabschnitt beziehungsweise als ein persönliches Tagebuch an. Ein Beispiel dafür sind die kurzen, stets am Anfang eines Konzerts gespielten Caprices – zwei davon wurden 2015 vom Philharmonia Orchestra unter der Leitung von Esa-Pekka Salonen und vom Orchestre de Paris unter der Leitung von Paavo Järvi uraufgeführt. 2017 kamen dann Caprice III ‘Romain’, gespielt vom Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom unter der Leitung von Antonio Pappano, und Caprice IV ‘Es muss sein!’ für das Idomeneo Ensemble unter der Leitung von Debora Waldman auf die Bühne.

Dubugnon war an vielen Bildungsprojekten im Vereinigten Königreich, den USA und Frankreich beteiligt und hat mehrere Jahre lang Komposition unterrichtet, unter anderem an der Royal Academy of Music, der Purcell School in London und bei den Sommerkursen von LMFL.

Dubugnon hat Projekte für benachteiligte Kinder ohne Zugang zu musikalischer Erziehung ins Leben gerufen. Außerdem hat er sowohl als Kammermusiksolist als auch als freiberuflicher Musiker viele Jahre lang Kontrabass gespielt – als Teil von modernen Ensembles sowie zusammen mit Orchestern, beispielsweise mit dem Opéra National de Paris von 2002 bis 2013.

Medien:

Richard Dubugnon – Battlefield Concerto (UK Première)

DUBUGNON Plays Dubugnon, Double bass

Richard DUBUGNON : Cantata Obscura, op.39